Exklusivste Studienfahrt verging wie im Fluge

Die Eichenschule in Scheeßel hat in Ihrem Jahrbuch 2015/2016 einen sehr schönen Artikel über eine Studienfahrt in das Haus der Luftsportjugend veröffentlicht. Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir den Beitrag hier veröffentlichen:

Am Nachmittag des 29.Mai 2016 (Sonntag) startete bei Starkregen eine Gruppe von drei (!!!) Schülern und einem Lehrer mit dem VW-Bus der Eichenschule in Richtung Laucha an der Unstrut.

Nach ca. 4:30 Stunden Fahrt erreichten wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen unsere Unterkunft am Haus der Luftsportjugend. Im Teilnehmerbeitrag waren Unterkunft, Vollverpflegung, Fahrtkosten (An/Abreise und Ausflüge) sowie eine Pauschale für alles auf dem Flugplatz enthalten.

Jeden Tag war das Frühstück von 8:00 bis 9:00 Uhr angesetzt, danach gab es eine kurze Besprechung über das Wetter und alles, was für den jeweiligen Tag geplant war.

Bis zum Abendessen gegen 18:00 Uhr verbrachten wir, bis auf das Mittagessen, den gesamten Tag auf dem Flugplatz, wenn das Wetter entsprechend gut war. Die wenigen Regenstunden konnten wir uns mit Ausflügen zu verschiedenen Zielen in der Umgebung vertreiben. Wir entschieden uns für einen Besuch der Himmelsscheibe in Nebra und einen Bowling-Abend in Naumburg.

Am ersten Tag bekamen wir eine gründliche Einweisung in das Schulungsflugzeug, eine ASK 21, sowie in Verhalten und Sicherheit auf dem Segelflugplatz.

Aufgrund der sehr überschaubaren Gruppengröße konnten wir bereits am ersten Tag jeder mehrfach starten. Dabei konnten wir uns in Begleitung eines Fluglehrers, häufig Herr Beneke, langsam von „einfach nur mitfliegen zur Gewöhnung“ zu „etwas mitlenken“ am ersten Tag und dann weiter zum selbstständigen Fliegen steigern.

Die jeweils zwei am Boden verbliebenen von uns bildeten zusammen mit Helfern des Hauses der Luftsportjugend die Flugplatzmannschaft und übernahm Aufgaben des Startschreibers wie Flugfunk und Flugtagebuch schreiben. Aber auch das Bereitlegen der Windenseile zum Hochziehen der Flieger und das Zurückholen der gelandeten Flugzeuge gehörte dazu.

Am Ende des Tages mussten noch die eingesammelten Insekten vom Flugzeug abgeschrubbt werden und die ASK 21 danach per „Flugzeugmikado“ in die Halle mit den anderen Flugzeugen geschoben werden.

Die in Laucha angesammelten Flugstunden und Einweisungen können bei Interesse dem Segelflugschein angerechnet werden.

Wir als Teilnehmer sind zu dem Entschluss gekommen, dass Laucha genau das richtige Studienfahrtsziel für uns war, denn Städtereisen würden wir ohnehin noch (als Urlaub o.ä.) machen. Eine Woche Segelfliegen ist etwas besonderes, was man nicht „einfach so“ unternimmt und war damit ein einzigartiges Erlebnis.

Matthias Kröger, Fabian Frenzel, Frederic Munko